U12 LIONESSES krönen sich zum Österreichischen Cupsieger
Am 16. und 17. Mai wurde in Wien wieder der WU12 Mini Cup, erstmals als österreichischer Mini Cup und somit als inoffizielle Staatsmeisterschaft der WU12, ausgespielt. Ein langes Wochenende zu Saisonende ist leider nicht die optimale Zeit um ein zweitägiges Turnier auszutragen und so können die LIONESSES am Samstag gerade mal 8 Spielerinnen aufstellen – in diesem Alter eigentlich zu Wenige, wenn 3 Spiele zu bestreiten sind. Die Kunst lautet also nicht nur gut zu spielen und wenn geht zu gewinnen, sondern das ganze auch noch möglichst kräfteschonend zu bewerkstelligen.
WU12: Basket Flames vs LIONESSES 39:51 (13:27)
Im ersten Spiel der Gruppenphase treffen die LIONESSES auf die Basket Flames. Zu Beginn noch etwas zurückhaltend kommen die Junglöwinnen im Laufe der ersten Hälfte immer besser ins Spiel und können vor allem im zweiten und dritten Sechstel den Grundstein zum Sieg legen. 13:27
Im vierten Sechstel bäumen sich die Flames kurzfristig noch einmal auf und können den Rückstand auf -5 verkürzen. Die Löwinnen lassen sich aber nicht beirren, kehren aus der Sechstelpause konzentriert zurück und verwalten den Vorsprung letztlich souverän. Endstand 39:51
WU12: LIONESSES vs. Basket 2000 50:43 (22:19)
Direkt im Anschluss treffen die Traiskirchnerinnen auf die Mädels von Basket 2000, die ihrerseits ihr Eröffnungsspiel gegen Vienna United gewinnen konnten. Von Beginn an ist klar, dass hier auf die LIONESSES ein körperlich überlegener Gegner wartet und das Spiel sehr physisch geführt werden wird.
Die Raubkatzen brauchen zwar etwas Zeit zur Umstellung, nehmen den Kampf dann aber sehr gut an und können ihre technische Klasse immer wieder aufblitzen lassen. Basket 2000 kämpft verbissen, oft aber außerhalb des Reglements und sieht sich bald mit Foulproblemen konfrontiert. Trotzdem liegen die LIONESSES zur Pause nur denkbar knapp mit 22:19 in Front.
Der vierte und fünfte Spielabschnitt sind dann wieder ausgeglichen und so geht es mit 3 Punkten Vorsprung in das Schlusssechstel. In diesem zeigen die Mädels dann aber das, woran im Saisonverlauf hart gearbeitet wurde – schnelle Fast Breaks, in denen mit 2-3 Pässen das Spielfeld überwunden wird und einfache Lay Ups erzielt werden können. Der Gegner hat in dieser Phase nicht mehr viel entgegenzusetzen und am Ende gehen die Löwinnen verdient als 50:43-Sieger vom Platz.
Mit diesem Sieg ist das Ticket für das Semifinale bereits gebucht und die Mädchen dürfen sich über ein Spiel Pause freuen.
WU12: LIONESSES vs. Vienna United 58:43 (23:20)
Im letzten Spiel des Tages wartet dann mit Vienna United ein weiteres Wiener Topteam auf die LIONESSES.
Wieder ist der Start in das Spiel etwas verhalten. Einem recht ausgeglichenen ersten Sechstel folgt ein guter zweiter Abschnitt und ein schwächerer Dritter. In dieser Phase merkt man die aufkommende Müdigkeit bei den Traiskirchnerinnen. Trotzdem ist man auch hier zur Pause wieder knapp mit 3 Punkten in Führung.
Nach dem Seitenwechsel scheinen die LIONESSES dann den Sack zumachen zu wollen und erspielen sich innerhalb von 4 Minuten einen 9 Punkte-Vorsprung. United gibt sich aber noch nicht geschlagen und macht das Spiel noch einmal spannend. Doch wie bereits in der zweiten Partie lassen sich die Löwinnen im Schlussabschnitt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und legen mit starken Schlussminuten den deutlichsten Sieg des Tages hin. Endstand 58:43
Somit qualifizieren sich die LIONESSES ungeschlagen für das Final Four, das am Sonntag gespielt wird.
WU12 – Semifinale: LIONESSES vs. Vienna Timberwolves 48:24 (15:15)
Am zweiten Tag finden sich für das Semifinale 10 Spielerinnen in der Rundhalle Steigenteschgasse ein.
Wie üblich werden die warnenden Worte des Coachs, schon das Aufwärmen ernst zu nehmen, ignoriert und so verschläft man den Start in die Partie. Nach 12 wenig erquicklichen Minuten geht es mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. 15:15
Nach der Pause sind die Löwinnen aber wie ausgewechselt, spielen (endlich) mit der am Vortag gezeigten Intensität, finden ein ums andere Mal den Weg zum Korb und verwerten ihre Würfe jetzt auch. Vor allem aber steht die Defense in der zweiten Hälfte kompakt und lässt insgesamt nur mehr 9 Punkte zu. Im Angriff funktioniert das Zusammenspiel und so können sich bereits in diesem Spiel 9 Mädchen in die Scorerliste eintragen. Nach einer glanzvollen zweiten Hälfte steigen die LIONESSES mit einem 48:24-Sieg ins Finale auf.
WU12 – Finale: Basket 2000 vs. LIONESSES 44:52 (20:24)
In diesem wartet mit Basket 2000 eine Mannschaft, die man bereits am Samstag nach hartem Kampf in die Schranken weisen konnte. Man weiß also, was man vom Gegner zu erwarten hat.
Das Finale ist mehr oder weniger eine Kopie des Samstag-Spiels. Basket 2000 nutzt zu Beginn ihre körperliche Überlegenheit aus, um den Junglöwinnen das Leben unter dem Korb schwer zu machen. Nur langsam gewinnen die LIONESSES die Oberhand und erspielen sich bis zur Pause eine knappe 4 Punkte-Führung. 20:24
Auch in diesem Match funktioniert das Spiel der Löwinnen in der zweiten Halbzeit besser, man schafft es aber nicht, sich bis zum Ende des fünften Sechstels entscheidend abzusetzen und so steht es vor dem Schlussabschnitt nur +3. In den letzten 4 Minuten des Turniers lassen die LIONESSES aber keinen Zweifel mehr aufkommen, dass sie auch in diesem Jahr den Pokal für den ersten Platz in die Höhe stemmen wollen. Nach zwei anstrengenden Tagen gewinnen die Mädchen auch das fünfte Spiel mit 52:44 und dürfen sich verdient österreichische Cupsieger nennen.
Fazit des Coaches: „Zunächst mal ein großes Lob an die Mädels für die Top-Leistung am Samstag. Mit nur 8 Spielerinnen drei so intensive Spiele im Endeffekt souverän gewinnen zu können zeigt, welche Entwicklung die Mädels im Laufe der Saison gemacht haben – nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch taktisch. Vor allem freut es mich, dass jede einzelne Spielerin ihr Potenzial ausgeschöpft hat und sich auch in die Scorerliste eintragen konnte.
Die Spiele am Sonntag waren aus Trainer-Sicht die Kirsche auf der Torte. Vom Start ins Semifinale abgesehen, hat das Team sehr konzentriert und diszipliniert gespielt und gezeigt, dass die LIONESSES zu Recht in ihrer Altersklasse zu den besten Teams Österreichs zählen. Für den Jahrgang 2014 freut es mich, dass sie ihre Serie an Mini Cup-Siegen halten und sich zum vierten Mal in Folge (2x WU10, 2x WU12) den Titel sichern konnten.“
Es spielten: Bakar, Biegler, Cayir, Dietl, Eipeldauer, Kotschy, Mijucic, Pinisch, Pirich, Tarik, Tichatschek;
Bericht: Gerald Dietl; Foto: Privat